Freimaurerei wird häufig als Männerbund angesehen. Eine wachsende Anzahl von Frauenlogen belegt, dass dieser Eindruck nicht mehr zeitgemäß ist. Doch beide Arten schließen gleichermaßen das jeweils andere Geschlecht aus.
Der internationale gemischte Freimaurerorden LE DROIT HUMAIN steht seit dem Jahr 1893 für eine Freimaurerei, die allen Menschen offen steht, ohne Ansehung ihres Geschlechtes, ihrer Abstammung, ihrer Rasse, ihrer Sprache, ihrer Heimat und Herkunft, ihres Glaubens, ihrer religiösen oder politischen Anschauungen. Der Orden geht zurück auf die Frauen- und Kinderrechtlerin Maria Deraismes (1828-1894) und den Arzt und Politiker Georges Martin (1844-1916).
Maria Deraismes war im Jahr 1882 als erste französische Frau durch eine liberale maskuline Loge in die Freimaurerei initiiert worden. Als sich in den darauf folgenden Jahren keine Loge bereit erklärte, Maria aufzunehmen, gründete sie mit Georges Martin (Freimaurer seit 1879) und weiteren sozial engagierten Frauen, die sie zunächst in die ersten drei Grade der Freimaurerei initiiert hatte, im Jahr 1893 die weltweit erste gemischte Loge LE DROIT HUMAIN. Aus dieser erwuchs in den folgenden Jahren der internationale gemischte Freimaurerorden LE DROIT HUMAIN, der im Jahr 1901 seine Konstitution veröffentlichte.
Heute umfasst der DROIT HUMAIN mehr als 30.000 Mitglieder in 60 Ländern auf fünf Kontinenten. Als einzige freimaurerische Obödienz ist er zugleich gemischt (Aufnahme aller Menschen ohne Ansehung ihres Geschlechts) und international (Logen weltweit mit dem Ordenssitz in Paris) ausgerichtet und verleiht die Grade vom 1°-33°.
LE DROIT HUMAIN in Deutschland
Die erste Loge des DROIT HUMAIN in Deutschland wurde im Jahr 1921 mit dem Namen GOETHE in Frankfurt/M. gegründet. In den darauf folgenden Jahren traten die Loge ZUR ERKENNTNIS in Berlin und die Loge HANSA in Hamburg hinzu. Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten setzte der freimaurerischen Arbeit jedoch bald ein Ende. Bereits im Jahr 1933 löschten die drei Logen des DROIT HUMAIN in Deutschland ihr Licht wieder.
Erst im Jahr 1949 wurde die Arbeit erneut aufgenommen. Im Jahr 1958 erfolgte mit Gründung einer so genannten Jurisdiktion, die auch Logen in Österreich umfasste, der Schritt in Richtung größerer Autonomie. Im gleichen Jahr wurde die Perfektionsloge HERMES TRISMEGISTOS in Frankfurt/M. gegründet, in der die Grade 4°-14° bearbeitet werden. Im Jahr 1990 schließlich erfolgte die Gründung der rein deutschen Jurisdiktion (seit 2022: „Pionierföderation“).
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